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Info-Brief 01/2010 Vergütung & Degression in der Neufassung des EEG

Einspeisevergütung

 

Für Solarstromanlagen, die 2010 in Betrieb gehen, ergeben sich damit für 20 Jahre folgende Vergütungssätze:

 

Solarstromanlagen bis einschließlich 30 kWp

39,14 ct/kWh

Solarstromanlagen größer 30 kWp-100 kWp

37,23 ct/kWh

Solarstromanlagen größer 100 kWp-1000 kWp

35,23 ct/kWh

Solarstromanlagen größer als 1000 kWp

29,37 ct/kWh

Freiflächenanlagen

28,43 ct/kWh

Bonuns für Eigenverbrauch bis 30 kWp

22,76 ct/kWh

 

 

Die Vergütung erfolgt weiterhin anteilig: Betreiber einer 50-kW-Anlage erhalten 39,14 ct/kWh für die ersten 30 kW und 37,23 ct/kWh für die restlichen 20 kW. Für selbst genutzten Strom erhalten Besitzer von Anlagen mit einer Spitzenleistung von unter 30 kW nach der Gesetzesnovelle einen Bonus von 22,76 ct/kWh.

 

Degressionssätze

 

Folgende Degressionssätze gelten in Abhängigkeit von den Wachstumskorridoren für Solaranlagen, die ab dem 01.01.2011 beziehungsweise dem 01.01.2012 in Betrieb genommen werden:

 

 

2011

2012

Aufdachanlagen bis 100 kW

9%

9%

Aufdachanlagen größer als 100 kW

9%

9%

Aufdachanlagen größer als 1000 kW

9%

9%

Freiflächenanlagen

9%

9%

 

Wachstumskorridore


Eine Neuerung des novellierten EEG sind die so genannten Wachstumskorridore. Durch sie definiert der Gesetzgeber für die kommenden Jahre einen Maximal- und Minimalwert, wie viel Photovoltaik-Leistung neu installiert werden soll:


1.100-1.700 MW im Jahr 2010


1.200-1.900 MW im Jahr 2011

 

 

Jahr 2010

Jahr 2011

Die Degression erhöht sich...

um 1% in 2011, wenn der Markt stärker gewachsen ist als

1.700 MW

um 1% in 2012, wenn der Markt stärker gewachsen ist als

1.900 MW

Die Degression reduziert sich...

um 1% in 2011, wenn der Markt schwächer gewachsen ist als

1.100 MW

um 1% in 2012, wenn der Markt schwächer gewachsen ist als

1.200 MW

 

Liegt die national installierte Photovoltaik-Leistung in einem Jahr unterhalb dieses Korridors, wird die Degression im Folgejahr um einen Prozentpunkt gesenkt. Überschreitet das Marktwachstum die definierte Obergrenze, wird die Degression entsprechend um einen Prozentpunkt angehoben.

 

 

 


Sunline-Solar_Infobrief01-2010.pdf   343 K




Info-Brief 02/2010 EEG-Umlage steigt 2010 an / Strompreisentwicklung zeigt: Erneuerbare Energien sind keine Kostentreiber

Berlin, 16. Oktober 2009: Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben gestern die prognostizierte EEG-Umlage für das Jahr 2010 veröffentlicht, die zum ersten Mal nach der neuen Ausgleichsmechanismusverordnung ermittelt wurde. Danach zahlen Verbraucher pro Kilowattstunde künftig 2 Cent für die Vergütung des Stroms aus Erneuerbaren Energien statt wie bisher geschätzt ca. 1,2 Cent. Gründe für die deutlich höhere Umlage im kommenden Jahr sind der Einbruch des Börsenpreises für Strom aufgrund der Wirtschaftskrise, veränderte Berechnungsmethoden nach der neuen Verordnung und ein schnelleres Wachstum der Erneuerbaren Energien. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) weist die Schlussfolgerung, die Erneuerbaren Energien trieben den Strompreis in die Höhe, als falsch zurück.


Während die durchschnittlichen Haushaltsstrompreise in den letzten zehn Jahren um 9,3 auf 23,2 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gestiegen seien, habe sich der Anteil der EEG-Umlage im gleichen Zeitraum lediglich von 0,2 auf 1,1 Cent pro kWh erhöht (s. Grafik). „Das zeigt: Der eigentliche Preistreiber ist die Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen“, sagt Björn Klusmann, BEE-Geschäftsführer. Trotz zuletzt gesunkener Börsenpreise seien die Strompreise für Haushaltskunden bisher nicht zurückgegangen. Die Versorger hätten höhere Gewinne eingestrichen, statt die Entlastungen an die Verbraucher weiterzugeben.


Grundlage für die neue Prognose der EEG-Umlage sind die Strombörsenpreise von 2009, die wegen der Wirtschaftskrise deutlich niedriger lagen als in der Vergangenheit. „Zieht mit der erwarteten wirtschaftlichen Erholung der Strompreis wieder an, verkleinert sich die Differenz zwischen dem Börsenpreis und der Vergütung für Erneuerbaren Strom und damit auch die jetzt sehr hoch angesetzte Umlage“, erläutert Klusmann. Fast die Hälfte derprognostizierten Umlageerhöhung beruhe auf diesem Effekt. Aus dem schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor resultiere nur etwa ein Drittel der Umlageerhöhung.

 

lusmann: „Das zusätzliche Geld für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist gut angelegt. Denn die Rohstoffpreise und damit die Kosten für konventionelle Stromerzeugung steigen in absehbarer Zeit wieder an. ErneuerbareEnergien liefern deshalb schon bald günstigeren Strom als konventionelle Quellen. Außerdem wird die EEG-Umlage trotz des weiteren rasanten Ausbaus der Erneuerbaren bereits ab 2015 zurückgehen.“

 

Quelle: BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.




Sunline-Solar_Infobrief02-2010.pdf   357 K